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Abgasskandal Wohnmobile Urteile

07 Mai 2022

Abgasskandal Wohnmobile

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Für den Abgasskandal liegen jetzt auch für Wohnmobile die ersten Urteile vor

Abgasskandal Wohnmobile – Der Abgasskandal war in Teilen schon wieder in Vergessenheit geraten als die Manipulationen der Motorsteuerungssoftware von Wohnmobilen noch einmal neu aufgewirbelt wurde.

Mit genau diesem Thema musste sich auch das Landgericht Stuttgart jetzt beschäftigen.

Klage erhoben hatte der Käufer eines Wohnmobils des Typs Ayers Rock der Marke Hymer.

Als Beklagter musste sich jedoch nicht Hymer verantworten, sondern Fiat als Hersteller des Motors.

Die mündliche Verhandlung fand im Februar 2022 statt.

Beiden Parteien wurde die Möglichkeit eingeräumt, ihre Sicht der Dinge darzustellen und gegebenenfalls mit den vorhandenen Beweismitteln zu belegen.

Das Urteil in dieser Sache ist Mitte April ergangen und fällt zugunsten des Klägers aus.

Dadurch hat sich auch das Landgericht in Stuttgart in dieser Frage klar positioniert und die Rechte der Käufer gestärkt.

Die Richter konnten aus den Beweisen eine vorsätzliche sittenwidrige Schädigung erkennen

Das Gericht begründet seine Entscheidung mit einer sittenwidrigen Schädigung des Käufers des Wohnmobils.

Begangen wurde diese Tat nach Ansicht der Richter vorsätzlich.

Somit sei es Fiat nachweisbar von den Manipulationen und deutlich schlechteren Abgaswerten gewusst zu haben.

Die Käufer hingegen wären über diese Tatsache nicht in Kenntnis gesetzt worden.

Eine Kaufentscheidung auf Basis aller Fakten des Fahrzeugs zu treffen, war den Käufern und somit auch dem Kläger nicht möglich gewesen. Die Manipulation ist für Laien nicht zu erkennen, was den Schaden für die Käufer noch gravierender macht.

Fiat ist es im Verfahren demnach nicht gelungen, die eigene Position mit einer ausreichenden Beweiskette zu untermauern.

Das Urteil sieht die Rückgabe des Fahrzeugs vor

Verurteilt wurde Fiat als beklagtes Unternehmen vom Landgericht Stuttgart zur Rücknahme des Wohnmobils sowie der Zahlung einer Summe von 37.936,07 Euro. Zusätzlich wird diese Summe mit 5 % verzinst. Fiat muss zudem 62 % der Prozesskosten tragen. Das gefällte Urteil zeigt anderen Besitzern von Wohnmobilen, die vom Abgasskandal betroffen sind, sehr deutlich, dass das Recht auf der eigenen Seite zu haben in dieser Sache auch juristisch bestätigt wird.

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